ASP – Ganz Intim im Gloria

ASP tun es. Wieder. Bereits im Jahr 2014 feierten sie zu ihrem 15. Bandjubiläum mit den RAR- & PUR-Konzerten einen riesigen Erfolg. Im Frühjahr 2017 sind sie erneut greifbar nah. Zu laut riefen die Stimmen nach einer Wiederholung der intimen Shows, als dass man sie und die einnehmenden Klänge dieser Auftritte verhallen lassen könnte. Zu intensiv schwelgten Musiker und Zuhörer in der Stimmung dieser Abende, als dass man diese Erlebnisse nicht wiederholen wollte. Diese Magie der reinen, handgemachten Musik ohne Einspieler elektronischer Klänge soll wiederbelebt werden.

Sonntagabend, Kölner Altstadt, vor dem Gloria sammelt sich eine Menschenmasse, alle in Schwarz. Aber entgegen erster Vermutungen wollen all diese Menschen auf keine Beerdigung, sondern sie alle sind gekommen um ASP zu sehen. Als dann um 20uhr die ersten Klänge von „Augenaufschlag“ erklingen ist es fast so, als würde der ehemalige Kinosaal zu einer lebenden Masse werden. Das Gloria ist restlos ausverkauft und von klein bis groß, von alt bis jung sind alle gekommen.

ASP haben sich ein nettes, kleines Bühnenbild aufbauen lassen und bringen vor diesen Kulissen altes wie neues Material zum Besten. Das Publikum ist voll und ganz dabei, singt, klatscht und reckt die Hände in die Höhe. Nach „Varieté Obscur“ hört es gar nicht mehr auf den Refrain zu singen, was der Band sichtlich gefällt. Zwischen den Songs nimmt sich Frontmann Spreng immer wieder Zeit für, teils sehr persönliche Ansagen und Scherze mit dem Publikum. Eine persönliche, intime Stimmung zwischen Band und Publikum entsteht, die diese Band so liebenswert macht. Etwas gedrückt wird die Stimmung kurz, als die Band die Ansage macht, dass es im Herbst zwar ein neues Album geben wird, es nach der anstehenden Tour (2017), dann allerdings in 2018 die Band erst mal eine längere Pause einlegen wird, die aber ausdrücklich nur als Pause, nicht als Ende verstanden werden soll.

Ein ganz besonderes Schmankerl ist dann der Song „Finger weg! Finger weg“, den die Band im Rock N‘ Roll Arrangement spielt, eine Musikrichtung, die man von ASP nun überhaupt nicht erwartet, die aber als mehr als gelungen zu bezeichnen ist und die wieder einmal zeigt, welch hervorragende Musiker bei ASP zugange sind.

Die „Intimus Tour“ neigt sich dem Ende zu, und es steht die „20.000 Meilen Tour“ vor der Tür, als Kölner muss man allerdings etwas fahren, um die Band noch einmal Live zu sehen. Oberhausen wird das „naheste“ Ziel sein. Eine Fahrt, die sich aber mit Sicherheit lohnen wird.

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