Dropkick Murphys – Stars zum Anfassen

Am Freitag den 03.02.2017 waren die Bostoner Band Dropkick Murphys zu Gast in Düsseldorf. Die Mitsubishi Electric Hall war restlos ausverkauft und so wurde es zur größten Veranstaltung für die Band auf ihrer Europa Tour. Im Gepäck hatten die Amerikaner ihr neues Album „XI Short Stories of Pain and Glory“.

Eine buntes Publikum hatte sich in Düsseldorf versammelt um die Irish Punk Legenden aus Boston zu sehen. Von jung bis alt, von Punk bis Skin, Männlein wie Weiblein, alles war vertreten, was die Popularität der Jungs aus dem Bundesstaat Massachusetts deutlich unterstrich.

Den Anfang machte die Band „Skinny Lyster“. Die fünf Jungs und eine Dame aus Greenwich bei London trafen genau den Geschmack des Düsseldorfer Publikums. Mit fetzigem Irish Folk begeisterten sie das Publikum und wurden nach ihrem knapp 30-minütigen Auftritt sogar mit „Zugaben“ Rufen verabschiedet.

Nach kurzer Umbauphase kam dann die Band „Slapshot“ auf die Bühne. Die vier Hardcore Legenden aus Boston zeigten das, was man von ihnen erwarten konnte. Aggressiver, treibender Sound und voller Körpereinsatz; Sänger Jack Kelly holte sich sogar eine Platzwunde, als er seinen Kopf gegen einen Mikroständer schlug, machte aber unbeeindruckt weiter.

Nach weiterer Umbauphase betraten dann um Punkt 21.45 Uhr die Dropkick Murphys unter frenetischem Jubel die Bühne. Mit „The Lonesome Boatman“ und „Rebels with a cause“ gab’s direkt die ersten Songs des neuen Albums auf die Ohren, ehe man mit „The State of Massachusetts“ einen absoluten Klassiker zu hören bekam, bei dem das Publikum dann vollends ausrastete.

Besonderer Gänsehautfaktor kam auf, als die Band den Fußball Klassiker „You’ll Never Walk alone“ anstimmte; mit sowas kommt man im Fußballbegeisterten Deutschland ja immer gut an. Und so grölte die ganze Halle sich die Stimme aus dem Hals, was schon verdammt cool war.

Grandios auch der Zugabenteil. Als erstes spielten die Murphys ihre Hymne „The Boys are Back“, ehe dann die „Dämme brachen“ und das Publikum die Bühne stürmen durfte. Bestimmt 50 glückliche Konzertbesucher durften zur Band auf die Bühne und mit ihnen feiern. Dabei zeigte die Band keine Berührungsängste, umarmte ihre Fans, machte Fotos und tanzte mit dem, der wollte. Nach den Songs „Kiss me I’m Shitfaced“, „Skindhead on the MBTA“ und „Until the Next Time“, war dann nach ca. 90 Minuten und 25 Songs leider auch schon wieder Schluss und zu den Klängen von Frank Sinatras „My Way“ verließ man die Halle, in der Hoffnung, dass „The Next Time“ möglichst bald ist.

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