Gregorian

Als gegen 20:00h das Licht in der König Pilsener Arena in Oberhausen erlosch, und der Bühnennebel sich verdichtete dauerte es nicht mehr lange, bis die acht Gregorian-Sänger auf die Bühne kamen. Mit fühlbarer Spannung fieberten die Zuschauer dem Beginn entgegen und als der Banner viel und die ersten Klänge ertönten war eine schiere Begeisterung auf allen Plätzen spürbar.

Mit einer beeindruckenden Lasershow und Bühneneffekten, die gleichzeitig auffällig aber keineswegs dominant waren, untermalten sie gekonnt die Gesänge der Gregorian. Neben den acht Gregorian-Sänger gehörten zwei Solisten und eine Band mit zum Abendprogramm.

Ein ganz besonderes Highlight fand ich den Solisten, der die Gregorian-Sänger auf deren Tour begleitet. Mit seiner klaren und einnehmenden Stimme, die in schier ungeahnte Oktaven kam, zog er nicht nur mich, sondern auch das gesamte Publikum in seinen Bann. Atemberaubend und einfach gigantisch, ich habe noch immer Gänsehaut, wenn ich an seine Darbietung denke.

Die Gregorian traten wie gewohnt in ihren, schon legendären gewordenen Gewändern auf. Mit ihren ‚Moves‘ und Darbietungen zeigten sie eine grandiose Show, die von Beginn bis zum Ende eine Meisterleistung der Stimmgewalt war. Von langsamen Stücken wie ‚Kiss from a rose‘ bis hin zu rockigen Stücken wie ‚Hell’s Bells‘ bekamen wir Zuschauer einen bunten und facettenreichen Mix an wunderbarer Musik und Bühnenshow geboten. Die Liveband der Gregorian gab ebenfalls alles und fesselte das Publikum mit ihren Solostücken.

Von sich spiegelnden Laserstrahlen über brennende Sticks des Drummers bis hin zu Feuerquellen in den Handflächen der Solistin bei ihren authentischen und gefühlvollen Bewegungen, reichte die Palette der Bühnenshow beeindruckend weit.

Ein ganz besonderes Geschenk an ihre Fans hatten die Sänger auch parat. Mitten im Konzert, während die Band noch die letzten Akkorde des Liedes erklingen ließ, verließen die Gregorian die Bühne – und zwar mitten hinein in das Publikum. Sie schritten durch die Gänge und sammelten sich inmitten der Zuschauer, um anschließend a cappella zwischen dem Publikum zu spielen und zu singen. Eindrucksvoll und sehr besonders!

Wer dachte, gregorianische Klänge, Männer in mittelalterlichen Gewändern und rockige Klänge passen nicht zusammen, der irrt gewaltig. Was die Show am gestrigen Abend betrifft bin ich einfach nur beeindruckt und überwältigt. Einen Live- Auftritt der Gregorian ist jedem nur zu empfehlen. Auch wenn diese Tour die ‚Final Chapter Tour‘ darstellt, so habe die Sänger doch fest versprochen, dass in naher Zukunft auch weiterhin Neues von ihnen zu hören sein wird. Darauf darf sich mit Sicherheit gefreut werden…

Am Ende des großartigen Abends und nach unzähligen Zugaben, die das Publikum mit Standing Ovations und großen Beifallsrufen einforderte, konnte ich beim Verlassen der Halle das ein oder andere Gespräch unter den Zuschauern aufschnappen. Alle waren vollends begeistert und werden wohl noch lange die Erinnerungen an einen ganz besonderen und hochkarätigen Abend pflegen…

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