Heinos schwarzer Enzian kommt gut

Ohne gleich am Anfang zu viel zu verraten, doch der alte Schlagerprofi Heino ist mit seiner neuen „Schwarz blüht der Enzian-Tour“ in der kleinen Oberhausener Turbinenhalle gestartet und man könnte es durchaus als Opener für Wacken tauglich befinden.

Um 20:30 Uhr legte Heino auch gleich ohne viele Worte los, die Halle füllte sich noch bis kurz vor Anfang zusehends. T-Shirts mit Aufschriften von namenhaften Bands wie Sepultura oder Festivals wie Wacken 2015 waren keine Seltenheit. So zeigte sich das Publikum durchaus als bunt gemischt und bei bester Laune.

Laute Heino, Heino-Rufe hallten durch den Saal und es ging richtig los. Die Songs, für den, der das neue Album von Heino noch nicht kennt, sind in Richtung Rammstein orientiert und sorgen mit fettem Gitarrensound bei einigen Besuchern für ein leichtes Grinsen. Auch Heino selbst zeigt bei seinen Darbietungen von etwa Herbert Grönemeyers „Was soll das“ oder dem Westernhagen-Cover ein süffisantes Lächeln. Zu Recht, denn das Publikum ist nach zwei Liedern vollends begeistert.

Dieser Heino ist erfrischend anders, zeigt mit seiner Tour den Kritikern die lange Nase und bringt die jungen Leute dazu, textsicher Heino-Klassiker headbangend in den Saal zu schmettern.

Resümierend: Es hat schon etwas von einem Mini-Wacken. Ein wenig lustig, skurril und doch ein gutes Konzert. Einzig die Technik war an dem Abend nicht in Höchstform. Hier ist noch Luft nach oben. Heino, wer so viel Spaß auf der Bühne hat und dafür so gefeiert wird, kann auf eine erfolgreiche Tour hoffen.

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