Klaus „Major“ Heuser – Nachholtermin

Eigentlich sollte der Leverkusener Klaus Heuser mit seiner Band bereits vor gut einem Jahr auf der Bühne der Gelsenkirchener Kaue stehen, doch sein Bandkollege war derart erkrankt, dass er hätte keinen Ton herausbringen können, wodurch das Konzert auf den gestrigen Freitag verlegt werden musste.

Die gut besuchte Kaue zeigte jedoch, dass auch ein Jahr nach eigentlichem Konzerttermin das Interesse an guter Handmusik und intensiven Gitarrensoli immer noch ungebrochen ist. Und so erzählte der ehemalige Gitarrist der Klöschrockband BAP viel aus der Zeit, als es noch keine Handys gab und Platten noch eine B-Seite hatten. Das macht auch den Charme eines von Heusers Auftritten im Wesentlichen aus: Eine kleine Geschichte zu den Songs, zu den alten Zeiten und dann einen Sound in den Saal gepresst, der das ganze ordentlich rund erscheinen lässt.

Seine Band gibt hierbei nicht nur den Hintergrund, sondern verleiht dem begnadeten Gitarristen einen würdigen Akustikrahmen, der jeden Rockfan ganz ruhig werden lässt. Und immer wieder eine Geschichte, wie es damals war: Zu Zeiten, als man nur einen Fernseher besaß, die Sendung Rockpalast Hauptthema der Schulhofgespräche war und in der man einfach nur mit einer Gitarre in der Hand am Strand die Leute in seinen Bann ziehen konnte.

Ein schöner Abend ohne jegliche Distanz zwischen Musiker und Publikum, mit viel Herz zur Musik und tollen Gitarrensoli. Es tut mir leid lieber Klaus, wenn ich dich heute enttäuschen muss, aber das Foto, welches tausend andere meiner Kollegen immer bei den Berichten über euch einpflegen, ist hier, nicht ganz ohne Absicht, nicht dabei.  

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