Letzte Instanz – „Morgenland Tour“ Köln

Freitagabend und Köln trägt heute mal wieder Schwarz; zumindest der Teil von Köln der sich entschieden hat, den Abend in der Essigfabrik zu verbringen. Geladen haben die Goth Rocker von der Letzten Instanz. Bereits seit 1996 sind die Jungs im Geschäft, von Müdigkeit allerdings keine Spur. Noch dieses Jahr findet das große 20 Jahre Jubiläums Konzert in Dresden statt, vorher gibt es aber noch die Deutschland Tour.

Als Vorband ist „Die Kammer“ dabei, allerdings in „Spar Besetzung“. Angetreten sind nämlich „nur“ die Bandmitglieder Testory und Ambré. Die beiden bieten ein Akkustik Programm der Band an, welches sehr gut ankommt. Mich selbst erinnert der Sound doch stark an Chamber und ASP und siehe da, genau das ist es irgendwie auch. Ambre war schließlich jahrelang Gitarrist bei ASP während Testory bei Chamber als Sänger aktiv war. Die beiden Musiker haben kommen hervorragend an beim Kölner Publikum, einige kennen sogar Band und Texte, so dass sich ein munteres Programm entwickelt. Am Ende holen die beiden sich dann Benni Cellini als Gastmusiker auf die Bühne, was die gute Stimmung im Publikum nur noch anheizt.

 

Nach kurzer Umbauphase betreten dann die „Letzte Instanz“ die Bühne. Der erste Song ist „Morgenland“ vom aktuellen Album., gefolgt von „Maskenball“ und der Hymne „Schwarz“. Auf ein großes Bühnenbild verzichtet die Band, muss auch nicht sein, denn die Songs der Band sprechen für sich selbst.  Lediglich Holly Looses Mikro Ständer und die Stühle von Cellini und M.Stolz fallen besonders ins Auge. Soundtechnisch liefert „Letzte Instanz“ das volle Brett. Technisch gut abgemixt kommen sowohl Streicher als auch elektronische Gitarre und Bass zur Geltung. Die Nebelmaschine nebelt munter vor sich hin und erzeugt einen dichten Nebel an der Bühne, der durch den Einsatz von Stroboskop Licht gut zur Geltung kommt. Die Band spielt sich durch 20 Jahre Bandgeschichte, so enthält die Setlist einige „Klassiker“, wie den Song „Maskenball“ oder auch „Mein Todestag“, aber natürlich auch jede Menge vom aktuellen Album. Besonders gut kommt „Disco d’Amour“ an. Einmal weil das Publikum das Wort „Bier“ laut schreien darf, aber auch weil Sänger Loose bei diesem Song durchs Publikum läuft, sich Zeit nimmt und auf Tuchfühlung mit dem anwesenden Publikum geht.

In der Zugabe darf dann natürlich „Rapunzel“ nicht fehlen, ein Song, der zu Letzte Instanz Konzerten gehört wie Schnee in den Winter. Mit „Noch einmal“ wird dann der Abend letztlich beschlossen, fast 3 Stunden Konzert sind vorbei, ein tolles Gefühl.

 

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