Rantanplan – Die Revolution muss tanzbar sein

Samstagabend, Jungle Club Köln. Der Club ist brechend gefüllt, denn die Punk Rock Combo „Rantanplan“ hat sich angekündigt. Die Hamburger gibt es bereits seit 1995, dennoch sind sie keines bisschen Müde.

Die Vorband ist „Der Wahnsinn“. Die 2 Mann Combo setzt auf harten Punkrock, was beim Kölner Publikum auch gut ankommt, wenn der ein oder andere sich auch lieber noch an der Bar fest hält um Kraft zu sammeln für den anstehenden Haupt Akt.

Um 20.50Uhr betreten dann Rantanplan die Bühne und das Publikum explodiert regelrecht. Anstatt das gute Astra Bier zu trinken wird es in guter alter Punk Manier lieber benutzt um die Mitmenschen zu duschen, wenigstens besinnen sich die Meisten noch daran, dass sie keine Plastikbecher sondern Glasflaschen haben und es gibt keine Verletzten durch Scherben. Für mich als Photograph besonders schwer, es gibt keinen Graben in dem ich ungestört Bilder machen kann. Ich stehe also in der Wogenden Masse und versuche mich bestmöglich zu behaupten und hoffe, dass die Kamera keinen Schaden nimmt; irgendwie schaffe ich das auch. Als Fan allerdings muss ich sagen, gibt es nichts besseres. Zwischen Band und Publikum steht keine Security, man kann seine Idole anfassen und die freuen sich über jeglichen Kontakt mit den anwesenden. Auch durch mehrere gerissene Seiten lässt die Band sich nicht aus der Ruhe bringen. Da wird dann einfach kurzerhand mit den Fans „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ oder „Supergeile Zick“ intoniert. Das Publikum macht nur zu gerne mit. Ansonsten spielt die Band sich mühelos durch über 20 Jahre Bandgeschichte und hat sichtlich Spaß daran.

Als dann nach über 2 Stunden Programm Schluss ist, bin ich klitschnass geschwitzt, mit Bier geduscht und habe sicherlich auch einige blaue Flecken vom Pogo Tanzen;  es ist also alles genau so, wie es sein sollte nach einem solch großartigen Club Konzert .

Wie lange muss ich jetzt warten, bis die Jungs wieder in Köln sind ? Hoffentlich nicht zu lange !

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