XVII. Castlerock

Wenn Schloss Broich zum Castle Rock ruft, dann kommen sie alle und das gilt nicht nur für die Musiker sondern auch für die zahlreichen Besucher und Fans der Szene. So auch in diesem Jahr – die alten Gemäuer des Broicher Schlosses boten wieder traditionell die Kulisse für Gothic, Dark Rock und Metal.

Los ging es am frühen Freitagabend. ‚Schöngeist’ machte den Anfang, direkt gefolgt von ‚Voodoma’. War zu Beginn der Besucherstrom noch nicht so ganz zahlreich, so tat das der Stimmung und der Feierlaune der Besucher keinen Abbruch. Im Gegenteil, das Wetter spielte mit und es wurde gerockt. Als dann ‚Xandria’ ihren Auftritt hatten war der Burgplatz sehr gut gefüllt. Die Band zeigte, wie auch alle anderen Künstler zuvor, eine tolle Show und heizten der Szene ordentlich ein. Den guten Schluss bildete an diesem ersten Festival Tag ‚The Lord of the Lost Ensemble’ mal mit ganz anderen Tönen. Sagte doch Frontman Chris Harms selbst, dass es an diesem Abend mit leiseren und ruhigeren Tönen vonstatten gehen sollte. Natürlich um gleich zu bestätigen, dass es die andere Seite – ja man kann wohl sagen, die gewohnte Seite von ‚Lord of the Lost’ am zweiten Festivaltag geben sollte. Das Publikum feierte beigeistert und lies sich mit klassischen Klängen in den späten Abend entlassen und mit einer – da bin ich mir ganz sicher – großen Vorfreude auf den zweiten Castle Rock Tag…

Der zweite Festivaltag – ebenfalls im Zeichen ‚schwarz’ hatte an Bands auch einiges aufzuwarten. Von ‚Eigensinn’, ‚Still Patient?’ über ‚Stoneman’, ‚Darkhaus’ und ‚Janus’, gab es zum Finale ‚Lord of the Lost’ und ‚Mono Inc.’ Ich würde sagen, es war für jeden was passendes dabei. Nicht umsonst war der Burgplatz bis zum Abend mit begeisterten Fans sehr gut besucht.

Richtig klasse und authentisch finde ich auch immer die Zuschauer, die sich ganz mit der Szene identifizieren und teils großartige ‚Verkleidungen’ präsentieren. Von Kostümen und Kleidung über aufwendig geschminkte Gesichter gibt es schon einiges zu entdecken. Überhaupt ist die Fangemeinde und die ‚Castle Rock Familie’ eine sehr angenehme und sympathische Gemeinde. Es wird miteinander gefeiert und gerockt. Man ist sofort Teil eines Ganzen und wird herzlich aufgenommen. In den Pausen, zwischen den einzelnen Künstlern kommt man schnell ins Gespräch und tauscht sich aus oder fachsimpelt über den ein oder anderen Musiker. Einfach toll.

Nicht zu vergessen, die kleinen aber feinen Verkaufstände, die das Festival abrunden und den Besuchern das ein oder andere Andenken an ein ereignisreiches und schönes Festivalwochenende mitgeben.

Castle Rock ist selbst für die Musiker und Künstler ein Festival mit familiärem Charakter, man kennt sich und mischt sich teils nach der eigenen Show mit unter die Fans, um mitzufeiern und die ganz eigene Festivalstimmung einzufangen und aufzusaugen.

Auch wenn Castle Rock 2016 leider schon Geschichte ist, muss nicht erst bis 2017 gewartet werden. Schloss Broich putzt sich raus um den Burgplatz für das ‚Burgfolkfestival 2016’ am 19. + 20.08.2016 zur Verfügung zu stellen. Die Vorfreude hält also weiter an…

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