Faun – eine Hommage an den Mond

Der gestrige Abend stand ganz im Zeichen unseres Mondes. Mit ihrer ‚Luna Tour’ begeisterte die Pagan-Folk-Gruppe ihr Publikum. Gefühlvolle Balladen zum dahin schwelgen und sich in weite Ferne träumen waren ebenso Teil der Show, wie rhythmische und schwungvolle Lieder.

Dabei ließ sich das Publikum nicht zweimal bitten und kam kurzerhand der Aufforderung der Künstler, sich tänzerisch in den Gängen frei zu entfalten, sehr gerne nach. Das Colosseum Theater Essen wurde erfüllt von mittelalterlichen Klängen und gab zudem eine kleine Vorstellung, wie typische Musikszenen früher am Lagerfeuer wohl stattgefunden haben mögen. Die musikalische Reise ins Mittelalter war schon beeindruckend und sehr ansprechend. Allein wie die Künstler ihre vielen und so unterschiedlichen Instrumente spielten war sehr imposant. Von der Harfe über die Drehleiher bis hin zum Cello, Dudelsack und der Flöte war vieles vertreten. So lauschten die Zuhörer fasziniert den Klängen der teils selten gewordenen Instrumente, die unsere heutige Zeit so eigentlich kaum mehr kennt oder wahrnimmt. Aber ich denke das ist auch ein Teil des Erfolgsrezeptes, denn diese typisch mittelalterlichen Instrumente haben ihren ganz eigenen Charakter und tragen eine ganz eigene Stimmung in die Welt. Dazu brachte der beseelte Gesang eine ganz eigene und sehr einfühlsame Heiterkeit. Immer mal wieder schäkerten die Bandmitglieder mit dem Publikum und lernten uns ebenfalls an, ein Refrain flammend mitzusingen.

Natürlich gab es auch etwas für’s Auge, so performten zwei Tänzerinnen ihre Bewegungen anmutig zu dem teils beinahe elfengleichen Gesang. Die Bühnenshow wurde dazu noch von tollen Lichteffekten und Feuertänzen untermalt. Die Leidenschaft, die die Künstler von Faun in ihre Musik und ihre Show legen, ist so innig und spürbar, dass einem keine Wahl bleibt als sich anstecken und mittragen zu lassen. Einfach großartig.

Dieser Abend war für mich sozusagen eine Premiere, es war mein erstes Faun – Konzert und ich muss wirklich sagen, es war richtig gut. Dieser Meinung war das gesamte Publikum. Schweren Herzen ließen sie die Künstler nach vier Zugaben unter Standing Overation und Jubelrufen weiterziehen.

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