Xandria + Serenity = Symphonic Metal vom Feinsten

Zwei, nein, drei großartige Bands im Zeichen des Symphonic Metals erwarteten die Fans in der Matrix in Bochum. Denn den Supporting Act Jaded Star kann man hier getrost hinzuzählen.

Jaded Star aus Griechenland sind dem einen oder anderen auch durchaus ein Begriff, denn es haben sich hier ein paar nicht ganz unbekannte Musiker zusammengetan. Sängerin Maxi Nil (ex Visions of Atlantis) und Schlagzeuger Raphael Saini (ex Iced Earth) haben die Band gegründet, und bilden mit Kosta Vreto (Gitarre) und Babis Nikou (Bass) ein fantastisches Vierer-Gespann. Genauso sahen es wohl auch ihr Publikum in der Matrix, denn es unterstützte die Griechen mit vollem Körpereinsatz bei der physikalischen Umsetzung ihres Debut-Albums „Memories From The Future“ aus dem letzten Jahr. „Keep On Fighting“ oder „Wake Up“ sind nur zwei der Stücke daraus, mit dem die vier dem Publikum richtig gut einheitzten.

Serenity kamen als nächste auf die Bühne, und wenn man mich fragt, dann war ihr Auftritt mein persönliches Highlight an diesem Abend. Wobei ich das an Kleinigkeiten und persönlichem Geschmack festmache. Großartig waren sie alle, sowohl Jaded Star als auch die beiden Headliner Xandria und Serenity. Der Auftritt der Österreicher mit deutschen und italienischen Musikerimports stand ganz im Zeichen ihres neuen Albums „Codex Altanticus“. Mit „Follow Me“ wurde der Auftakt gemacht und sofort war das Publikum voll bei der Sache. Es flogen Haare und es wurde lauthalt mitgesungen. Sehr zur Freude der Fans in der ersten Reihe wurde der eine oder andere auch von Frontmann Georg Neuhauser erkannt, sodass eine recht familiäre Stimmung entstand. Mit Bassist Fabio D’Amore, Schlagzeuger Andreas Schipflinger und Gitarrist Cris Hermsdörfer war das Team fast komplett. Für Songs wie „My Final Chapter“ und „Perfect Woman“ unterstützte Gastsängerin Natascha Koch (Tasha) Georg im Duett, und verlieh den Stücken damit eine einfach wunderschöne Note. Ein ganz wunderbarer Auftritt  von Serenity, die mit „Codex Atlanticus“ sogar in den deutschen Charts vertreten sind, wie Georg stolz verkündete. In den österreichischen übrigens auch, aber das würde hier ja niemanden interessieren. Da bin ich mir nicht so sicher, zumindest belohnte das Publikum auch letztere Neuigkeit mit tosendem Applaus.

Mit Xandria brach dann das letzte Drittel des Abends an. Xandria aus Bielefeld gibt es ja bereits seit 1994, und vor allem an der Front hat es in der Zeit einige Veränderungen gegeben. Seit geraumer Zeit hat diese Rolle die Holländerin Dianne van Giersbergen inne, und man kann nur hoffen, dass sich das nicht so schnell ändern wird. Sie passt einfach ganz fantastisch in diese Symphonic Metal Band. Mehr noch, sie macht sie im Prinzip genau dazu. Mit ihrer unglaublichen Sopran-Stimme machte sie mich sprachlos, wenige Bands können mit solch einer außergewöhnlichen Sängerin aufwarten. Auch konnte man die Augen kaum von ihr abwenden, wie sie da auf der Bühne stand, im eleganten Kleid und mit Totenkopf-Diadem. Auch wenn sie natürlich im Mittlpunkt der Band stand, so waren ihre Männer keinesfalls nur Statisten. Ganz großartige Musiker, die Xandria erst zum Gesamtkunstwerk werden lassen: die Gitarristen Marco Heubaum und Philip Restemeier, Bassist Steven Wussow und Gerit Lamm am Schlagzeug. Los ging es mit „Little Red Relish“ und „Unembraced“ und dem unglaublichen „Nightfall“. Ein Höhepunkt ihres Auftritts war auch die neue Version von „Ravenheart“, das man noch aus den Anfangszeiten Xandrias kennt. Alles in allem eine wirklich gelungene Auswahl der Songs an diesem Abend, und das Publikum dankte es ihnen mit viel Applaus. Mit der Zugabe „Valentine“ verabschiedeten sich Xandria, und ein grandioses Konzert war zu Ende.

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