J.B.O. feiern schwarz – rosa Messe in Köln

Auf einem Metal-Konzert trägt jeder nur deshalb Schwarz, weil es nichts dunkleres gibt? Richtig? Und Alle stehen da mit ernsten Mienen und keiner lacht? So stellt sich offensichtlich der ein oder andere ein Metal-Konzert vor. Die vier wackeren Verteidiger des Blödsinns von J.B.O. zeigten am Donnerstagabend in der Kölner Live Music Hall, dass das Ganze auch in Rosa und mit einer ganzen Menge Spaß geht.

Als Vorband hatten die Franken die Band ACAngry mitgebacht. Die vier Saarländer hatten den Job als Anheizer zu fungieren; man nennt es auch Vorband. Den Job erledigten die vier Rocker sehr gut: Harte Riffs, eingängige Rhythmen und Gitarrensoli wurden vom Publikum gut aufgenommen.

Um Punkt 21 Uhr war es dann soweit: J.B.O. betreten zusammen mit ihren Ministranten des Rock die Bühne und man singt gemeinsam mit den Fans das „Glaubensbekenntnis“ an den Rock. Es ist der Auftakt zu über zwei Stunden Spiel, Spaß und Spannung. Direkt nach dem ersten Song singen aber erst mal die Fans… Und zwar von ganz alleine. Denn Basser Ralf hat Geburtstag und die Fans singen ihm ein Ständchen. 

Auch Songs vom neuen Album „11“ schaffen es ins Programm, erfreulicherweise mit „Ich hätt‘ gern mehr“, „Panzertanz“ und „Wacken ist nur einmal im Jahr“ genau die drei Songs, die ich mir persönlich erhofft hatte. Aber auch jede Menge altes Material wird zum Besten gegeben: So muss der arme „Bolle“ zum ungezählten Male seine Odysee wieder erleben, die Backstreet Boys geben ihre Reunion bei „Wir ham ’ne Party“ und auch Papa Schlumpf wurde gesichtet. 

Unterstützt wird das gesamte Programm, wie immer, einerseits von den lustigen Kommentaren der Band, Hannes G.“Laber“ Holzmanns Lieblingswitzen und den beiden hervorragenden „Show-Männern“. Die schlüpfen in die verschiedensten Kostümierungen und präsentieren die unterschiedlichsten Utensilien auf der Bühne. Wer das noch nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen. Die gute Stimmung auf der Bühne überträgt sich 1 zu 1 auf das Kölner Publikum. Selbst die Worte „Kölsch ist ja ganz nett zu trinken, aber Kölsch ist kein Bier“ lässt das Publikum den Franken fast ungestraft und ohne Buh Rufe durchgehen; weiß man doch, von wem es kommt.

Nachdem man als Zugabe noch den großen „Verteidiger Chor“ hat singen lassen und um 23.30 Uhr die letzten Klänge von „Ein Fest“ verklingen, fragt man sich, warum das Konzert eigentlich schon vorbei ist und wann eigentlich das nächste J.B.O. Konzert ist… Ich kann nur sagen: Hoffentlich bald!

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