11. im 11. oder „Mallorca op Kölsch“

Am Samstag, den 12.11.2016, fand in der LANXESS Arena die traditionelle Veranstaltung „11.im 11. – Immer wieder Kölsch Lieder“ statt. Geboten wurde Vieles, von Alt bis Jung von Klassisch bis Modern. Eines war jedoch immer vorhanden: die Freude der über 10.000 Jecken, die am Singen und am Schunkeln waren.

Noch vor Beginn des offiziellen Programms durften die Nachwuchstalente von „King Loui“ die große Bühne betreten. Die Youngsters machten ihre Sache wirklich gut; kaum eine Spur von Nervosität. Das Publikum freut sich über den Nachwuchs und spendete großen Applaus.

Und danach begann das Spektaktel: Zuerst mit großem Feuerwerk und Konfetti-Kanone, danach auf musikalische Art und die Halle steht Kopf. Schon bei den ersten Tönen der Band „Querbeat“ passierte etwas mit dem Publikum, dass man als Außenstehender (so einer ist der schreibende Redakteur) nur schwer verstehen kann: Über 10.000 verkleidete Menschen packten sich unter den Armen, schunkelten, tanzten und sangen was die Kehlen hergaben und das fünf Stunden am Stück, ohne auch nur ein bisschen nachzulassen. 

Die „Erfolgskonzepte“ der Bands sind stets ähnlich. Ein Kölner Karnevals-Song besteht zu wesentlichen Teilen aus den Erfolgselementen: Rot-Weiß, 1.FC Köln, Kölsch trinken, „Das Leben leben“ und natürlich die Liebe der Kölner zu ihrer Heimatstadt und dem Dom. Das mag vielleicht auf den ersten Blick etwas primitiv klingen, genau das ist es aber nicht. Denn alle anwesenden Bands des Abends schafften es, diese Liebe in eigene Worte zu fassen und verschiedene Emotionen hervor zu rufen. Mit ganz einfachen Mitteln, wie Bernd Stelter und „Et Klimpermännche“ bewiesen, oder aber mit großem Tam-Tam, wie Kasalla das in „Stadt mit K“ tun. Letztlich ist es genau diese Mischung, die diesen Abend so faszinierend macht. Die „grands Senieurs“ des Karnevals wie „Bläck Fööss“ und „Räuber“ bringen das Publikum genauso zum Toben wie die dagegen eher „neuen“ Kollegen von „Cat Ballou“.

Das Ganze ist dazu noch großartig organisiert: Trotz vieler Bands und schneller Wechsel dazwischen, arbeitete die Crew so schnell, das man es gar nicht so recht glauben konnte und so sind zwischen den Bands kaum drei Minuten Pause; gerade so viel, dass der geneigte Jeck eben mal ein Schluck Kölsch nehmen kann und der Moderator des Abends „Dä Blötschkopp“ Marc Metzger die nächste Band benennen konnte. Nur einmal, einmal ist die Crew zu schnell: Als die Band „Räuber“ von der Bühne gehen will, aber das „Trömmelche“ noch nicht gespielt hat, will die Crew schon abbauen. Da ließ sich die Band dazu überreden den Titel noch zu spielen und stand auf einmal ohne Strom da. Aber auch das ist schnell behoben und die Halle kann wieder Kopf schunkeln. 

Ein stimmungsreicher Auftakt in die Session 2016/2017, den keiner der Anwesenden so schnell vergessen dürfte.

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